So bekommt man eine festgefahrene Datenschutz-Einführung wieder ans Laufen

Erschienen am 01. September 2020

In Deutschlands Unternehmen haben sich rund 50 Prozent aller Datenschutz-Einführungen festgefahren, bevor sie ins Ziel gekommen sind. Die Gründe sind vielfältig. Meistens liegt es an mangelnder Priorität oder mangelnder Akzeptanz in den Unternehmen. Doch es gibt Möglichkeiten, das Datenschutz-Projekt erfolgreich zum Abschluss zu bringen.

„Vor jedem Restart steht eine Analyse: Wie weit ist die Grundlagenarbeit gekommen? Woran hat es gelegen, dass sich der Prozess festgefahren hat?“, sagt Thomas Spaeing, Vorsitzender des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. Der Restart sollte möglichst unter Moderation eines erfahrenen, externen Datenschutzberater angegangen werden. Denn der könne glaubwürdig für eine höhere Priorität und für eine bessere Akzeptanz bei den Beteiligten werben und oft auch den internen Datenschutzbeauftragten den Rücken stärken.

Ein erfolgreicher Abschluss der Einführungsphase sei alternativlos, so Spaeing. Denn die Aufsichtsbehörden bemängeln schon Organisationsverschulden, wenn die Aufgaben zum Datenschutz im Unternehmen nicht geregelt sind oder die Dokumentation unvollständig ist.

Und nach Jahren sei auch nicht glaubhaft, dass man noch intensiv daran arbeite, so der Experte. In mittleren wie großen Unternehmen dauere eine gelungene Einführung gerade einmal sechs bis zwölf Monate – vorausgesetzt, dass die zuständigen Fachbereiche sowie das Management eingebunden sind. Und danach warte auch eine Phase der Entspannung: „Im laufenden Betrieb sinkt der Aufwand deutlich“, sagt Thomas Spaeing, der mit seinem Team der Unternehmensberatung ds² viele Unternehmen betreut. Und die Geschäftsführung könne auch wieder besser schlafen, weil sie auch diese Hürde genommen habe.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema wissen wollen, wenden Sie sich bitte direkt an die Autorin oder den Autor. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

© 2020ff. by ds² Unternehmensberatung GmbH & Co. KG.

Frank Spaeing

Frank Spaeing

Diplom-Betriebswirt, fundiertes IT-Wissen und langjährige Erfahrung in der Umsetzung von Datenschutz in Unternehmensprozessen. Der selbstständige Datenschutzberater ist ds²-Kooperationspartner in Sachsen-Anhalt.

zur Vita

Aktuelles zu Datenschutz und Digitalisierung

Aufsichtsbehördliche Kontrollen

Die deutschen Aufsichtsbehörden haben nun bekannt gegeben, dass sie gemeinsam abgestimmte Kontrollen durchführen wollen, um die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben zu internationalen Datenübermittlungen zu überprüfen.

Corona-Warn-App

Die von SAP und der Telekom entwickelte Corona-Warn-App steht seit dem 16.06.2020 zum Download bereit. Die Bluetooth-gestützte App dient der Nachverfolgung von Infektionsrisiken. Dabei wird durch Bildung eines Dauer- und Entfernungsprofils nach statistischen Berechnungsvorschriften ein individueller Risiko-Score ermittelt. Wir beleuchten die datenschutzrechtlichen Themen in diesem Zusammenhang.

SMS Betrug

Aktuell werden SMS verschickt, die angebliche Pakete ankündigen. Bei einem Klick auf den Link wird Schadsoftware auf dem Smartphone installiert. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Phishing erkennen und wie Sie sich schützen können.

Missbrauch von Betroffenenrechten

Im Auftrag von Betroffenen wird ein immaterieller Schadensersatz wegen Verletzung von Betroffenenrechten durch Rechtsanwälte und die dafür entstandenen Rechtsanwaltskosten geltend gemacht. Bei einem Nicht Tätigwerden droht der Rechtsanwalt die gerichtliche Durchsetzung des Anspruchs an. Lesen Sie hier, was sich dahinter verbirgt und was im Falle eines Falles zu tun ist.

Tag der offenen Tür für Hacker

Am 05.03.2021 informierte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einer Pressemitteilung über eine kritische Schwachstelle in Exchange-Servern, von der schätzungsweise zehntausende Server in Deutschland betroffen seien.

Unzureichende Sicherung von Krankenakten

Die niederländische Datenschutzbehörde Autoriteit Persoonsgegevens, hat im Februar 2021 ein Bußgeld in Höhe von 440.000 € gegen ein Amsterdamer Krankenhaus erhoben. Dies ist nicht das erste Bußgeld dieser Art gegen ein Krankenhaus.

Eine Website ohne Cookie-Banner?

Das Thema Cookie-Banner ist in aller Munde. Und dennoch besteht diesbezüglich in vielen Unternehmen (teilweise sogar Werbeagenturen) Unsicherheit. Wann muss man einen Cookie-Banner setzen und kann eine Website eigentlich auch ohne Cookie-Banner rechtskonform sein?

Speichern Ja – aber nicht endlos!

Immer wieder wird deutlich, dass bei vielen Unternehmen hinsichtlich des Prinzips der Speicherbegrenzung noch dringender Handlungsbedarf besteht. Auch die datenschutzrechtlichen Aufsichtsbehörden decken diesbezüglich kontinuierlich Defizite auf. Dies kommt Unternehmen teuer zu stehen. Aber wie geht es denn nun richtig?

Überwachung von Mitarbeitern mit Microsoft 365

In fast jedem Unternehmen sind die Produkte von Microsoft, teilweise auch mangels Alternativen, im Einsatz. Vielen Unternehmern ist jedoch nicht bewusst, dass die Nutzung mancher Funktionen datenschutzrechtlich kritisch ist, wie es die neueste Funktion von Microsoft wieder zeigt.

Vorsicht bei der Datenübermittlung in Drittländer

Im Juli dieses Jahres erklärte der Europäische Gerichtshof (EuGH) nach dem Vorgänger nun auch den Privacy-Shield für unwirksam. Wer allein auf der Basis des Privacy Shield weiterhin Daten in die USA übermittelt, handelt damit rechtswidrig. Was können Unternehmen jetzt tun, um ihr Risiko zu senken?

Kontakt

Schreiben Sie uns eine Mail an info[at]ds-quadrat.de
oder rufen Sie uns an

+49 5421 308950

Kontakt

Schreiben Sie uns eine Mail an info[at]ds-quadrat.de
oder rufen Sie uns an

+49 5421 308950
2021-09-07T09:24:40+02:00
Nach oben