NRW stärkt Datenschutzaufsicht und verbessert Mediendatenschutz
05 | 07 | 2011Verstärkte Datenschutzkontrollen und verbesserter Mediendatenschutz werden von dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW angekündigt.
Die völlige Unabhängigkeit des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW wurde am 29.06.2011 vom Düsseldorfer Landtag einstimmig beschlossen.
„Damit stehen wir nun auf Augenhöhe mit anderen europäischen Datenschutzbehörden“, so der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW Udo Lepper.
Die weiteren Pläne sehen verstärkte Kontrollen vor Ort vor, man wolle aktiver auf die datenverarbeitenden Stellen zugehen. Lepper meint dazu „Ich freue mich besonders, dass mir der Landtag kürzlich auch zusätzliches Personal zugestanden hat, das ich vor Ort bei Kontrollen in den Betrieben und Behörden einsetzen kann.“
Bereits im letzten Jahr wurden in einem Pilotprojekt 1000 Unternehmen auf Einhaltung des Datenschutzgesetztes überprüft, wobei etwa 10% der Unternehmen ihre gesetzliche Verpflichtung auf Bestellung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten nicht erfüllte. Bei einem Verstoß droht den Unternehmen ein Bußgeld.
Ein weiteres Anliegen, das Lepper mit dem neuen Personal realisieren will, ist ein verbesserter Mediendatenschutz. Besonders Kinder und Jugendliche, die heute selbstverständlich im Netz aktiv sind, will Lepper für den Schutz der eigenen Daten sensibilisieren. „Die Kunst wird sein, dass wir für die Gefahren des Netzes sensibilisieren, ohne den Kindern und Jugendlichen den Spaß und die Neugier zu nehmen.“
In diesem Bereich sind die Berater von ds² mit der Initiative "Datenschutz geht zur Schule" des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. schon erfolgreich tätig, wie regelmäßige Presseberichte belegen (ZEIT ONLINE - Allein gelassen im Internet, 27.06.2011 und Der Arbeitskreis "Datenschutz geht zur Schule" des BvD in den Medien).